Am Anfang stand eine einfache Beobachtung: Der interessanteste Teil vieler Platten ist die kurze Stelle ohne Gesang, in der nur Schlagzeug und Bass laufen. Wer zwei Exemplare derselben Platte hat, kann diese Stelle beliebig verlängern, indem er zwischen beiden hin- und herwechselt. Aus diesem Kniff ist eine ganze Musikrichtung entstanden.
Daraus wurde bald mehr. Die Hand auf der Platte, der Regler am Mischpult – beides zusammen ergibt Klänge, die auf keiner der Platten stehen. Der Plattenspieler wurde damit vom Abspielgerät zum Instrument, mit einer eigenen Technik, die man über Jahre übt.
Wettbewerbe haben diese Entwicklung beschleunigt. Ein paar Minuten Zeit, alles live, nichts vorbereitet außer den Platten: Unter diesem Druck entstanden Kniffe, die später überall nachgespielt wurden. Die besten Auftritte sind bis heute weniger eine Frage der Geschwindigkeit als des Timings.
Mit Laufwerken aus Software hat sich der Zugang verändert, die Handarbeit aber nicht ersetzt. Wer zusieht, merkt schnell, dass die Bewegung selbst Teil der Musik ist – und dass sich das schlecht automatisieren lässt.






