Elektronische Musik begann in Rundfunkstudios, lange bevor es Geräte für den Hausgebrauch gab. Tonbänder wurden geschnitten, rückwärts abgespielt, in Schleifen gelegt. Ein Stück von wenigen Minuten konnte Wochen Arbeit bedeuten, weil jede Bearbeitung von Hand geschah.
Mit den ersten bezahlbaren Synthesizern verließ diese Musik die Studios. Bands bauten sie in gewöhnliche Besetzungen ein, andere arbeiteten ausschließlich damit. Spätestens als Rhythmusgeräte dazukamen, entstanden ganze Szenen, die ihre Stücke im Kellerraum produzierten statt im Studio.
Was daraus wurde, reicht von tanzbarer Clubmusik bis zu Stücken, die eher Klangflächen als Lieder sind. Die harte Seite dieser Entwicklung – verzerrte Beats, hohe Geschwindigkeit, politische Texte – hat in den neunziger Jahren eine eigene Härte in die Musik gebracht, die vorher dem Punk vorbehalten war.
Auf der Bühne bleibt die Frage nach dem Sichtbaren. Ein Mensch vor einem Bildschirm gibt wenig her. Deshalb arbeiten viele wieder mit Geräten, die man anfassen kann – nicht aus Nostalgie, sondern weil ein Konzert etwas zeigen soll.






